Archiv: BehinderungistRebellion

  • #BehinderungistRebellion

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    Das Manifest. Eine Kurzfilmreihe mit Forderungen von Maximilian Dorner. Nachzulesen in seinem Buch Steht auf, auch wenn ihr nicht könnt! Behinderung ist Rebellion (btb Verlag, 192 Seiten, ISBN 978-344275828-8). Der Autor hat dafür Freunden und Inklusions-Aktivisten hemmungslos sein Manifest #BehinderungistRebellion unter die Nase gehalten, damit sie sich eine der 52 Forderungen aussuchen. Diese sollten sie dann vortragen und ihre Auswahl begründen. Herausgekommen sind 12 kurze, nicht immer ganz seriöse Filme, um die Rebellion voranzutreiben.

     

    01 Manuel Dengler

     genialer Musical-Darsteller, kongenialer Regisseur und Mitglied bei der Comedy-Show Suzie Diamonds und Käptn Wheelchair retten die Nacht – der am Klavier jeden falschen Einsatz von Maximilian Dorner lächelnd ausbügelt.

     

    02 Constantin Grosch

    Inklusionsaktivist, Kommunal-Politiker, Student – wobei er das Letztere auch immer erst an letzter Stelle nennt. Grosch und Dorner schaffen es spielend, auf einem Podium anderthalb Stunden aneinander vorbei zu reden.

     

    03 Verena Bentele

    Sportlerin, Politikerin, Bundesbehindertenbeauftragte, nun Präsidentin eines Wohlfahrtsverbandes, macht bei jeder Talkshow bella figura. Bentele und Dorner lachen gern gemeinsam.

     

    04 Michaela Ausfelder

    Feministin und Strippenzieherin bei der Stadt München in Sachen Umsetzung der Behindertenrechtskonvention. Ausfelder und Dorner teilen sich regelmäßig eine Pizza und stellen fest, dass sie zwar völlig verschieden sind, aber dennoch die gleichen Ziele verfolgen.

     

    05 Angelica Fell

    Theaterleiterin und ehemalige Fernseh-Redakteurin. Sie schafft es, gleichermaßen hartnäckig wie einnehmend zu sein. Fell und Dorner überschütten sich gerne mit Komplimenten, die sie gerne selbst bekommen würden.

     

    06 Gabriel Lázlo

    organisiert völlig unaufgeregt die Weiterbildung von Menschen mit Behinderungen  bei der Münchner Volkshochschule. Lázlo und Dorner brauchen zur Planung einer gemeinsamen Veranstaltung maximal drei Minuten.

     

    07 Oswald Utz

    Behindertenbeauftragter und Münchner Stadtrat. Utz und Dorner begegnen sich meist vor einer automatischen Tür, die regelmäßig nur zur Hälfte funktioniert und schaffen es dennoch, darüber einen Witz zu machen.

     

    08 Konstanze Riedmüller

     Juristin, die bei der größten Münchner Behinderteneinrichtung arbeitet, außerdem Mutter der Zwölften Fee und als solche magisch veranlagt.

     

    09 Kilian Ihler

    Kunstimpresario und ruhiger Veranstalter von offenen Ateliers, die allen das Gefühl geben, willkommen zu sein. Ihler wird es so wahrscheinlich sogar gelingen, dass Dorner mal ein Bild malt.

     

    10 Simone Rünagel 

    Kulturermöglicherin beim Bezirk Oberbayern. Lässt einen mit ihrem Lachen jeden Verwaltungsakt vergessen. Ihr gelingt es, dass der Stadtmensch Dorner immerhin alle zwei Jahre kurzzeitig München verlässt.

     

    11 Andrea Huber

    eigentlich Photographin, aber bei allen in der Münchner Kulturszene als „die Andrea“ bekannt, mit der man dringend etwas besprechen muss. Huber und Dorner veranstalten ein Festival, das jedes Jahr ein paar Zentimeter wächst.

     

    12 Eltern

     die Eltern und Dorner führen seit seiner Geburt eine beiderseits beglückende Beziehung.

     

     

     

     

  • 10 Bücher, 10 Jahre #BehinderungistRebellion

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    Am 22. April ist mein neues Buch erschienen. Wie bei jedem davor auch finde ich, dass das neue das wichtigste, das einzig gültige ist. Vielleicht stimmt es dieses Mal, weil es ein Resümee ist. Nicht nur ich habe nun mehr als eine Dekade als Behinderter hinter mir, auch Deutschland mit zehn Jahren Behindertenrechtskonvention.

    Ich wollte ein Buch über Behinderung schreiben in dem es nicht dauernd um die Defizite geht, die eigenen, die der Gesellschaft, sondern den Blick dahin richten, wo nicht genau hingeschaut wird: auf die Behinderungen selbst nämlich.

    In Steht auf, auch wenn ihr nicht könnt! geht es auch darum, was ich durch sie bekommen habe. Behinderte sind Meister des Verzichts, des Loslassens, des Akzeptierens.

    Es ist kein eindeutiges Buch geworden,  mal berichte ich über Probleme, mal über das, was die Behinderung mir gebracht hat. Mal geht es nur mit Umwegen vorwärts, mal stellen genau die sich als Abkürzungen heraus.

    Auch das meint Behinderung, auch das meint Rebellion.

     

     

     

  • Das Dilemma mit der Inklusion

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    Letztens saß ich bei gefühlten Temperaturen um den Gefrierpunkt mit der Diamonds hinter dem Marienplatz und schwadronierte über Inklusion. Wer mit wem darüber spricht und so. Und was der SPIEGEL zu all dem zu sagen hat. Die Diamonds nickte auf ihre unnachahmliche Art. Ich fühlte mich animiert, weiterzureden … Und auf einmal war sie —

    P.S. “Steht auf, auch wenn ihr nicht könnt!”, mein ganz persönlicher Aufruf zur Rebellion erscheint am 24. April beim Verlag btb. Wer mag, bestellt hier oder bei seiner Lieblingsbuchhandlung.

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