Archiv: In eigener Sache

  • Einmal Student, immer Student

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    Seit vielen Jahren treffe ich unregelmäßig meine ehemalige Germanistikprofessorin Hannelore Schlaffer. Die Treffen laufen immer ähnlich ab, und sind doch immer belebend, inspirierend, völlig unerwartet. Vielleicht, weil niemand auf dieser Welt mir so konsequent widerspricht, mir einen anderen Blickwinkel vorsetzt wie sie. Sage ich A, sagt sie nicht etwa das Gegenteil, sondern mindestens H. Jedenfalls immer etwas, auf das ich nie kommen würde. Danke, Frau Professor.

  • Eine letzte Mail, fast

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    Bald fünf Jahre ist es her, dass ich im Nachtzug nach Paris mit meinem zweiten Roman begonnen habe. Und sofort wusste ich, dass er nur aus E-Mails bestehen wird. Und wie Juliane, meine Hauptfigur, hat auch mich die Liebe mal so, mal so erfasst, bereichert und gebeutelt. Relativ schnell habe ich merken müssen, dass es nicht gelingt, diese beiden Leben, ihres und meines, parallel zu führen. Das gab nur ein ganz großes Durcheinander. Also habe ich Juliane ziehen lassen. Um dann, viele Jahre später in Istanbul diese beiden Geschichten wieder zusammen zu bringen. Am liebsten würde ich jetzt fast alles ausplaudern, aber das wäre nicht fair, vor allem nicht gegenüber meinen Figuren. Also höre ich jetzt hier auf.

  • Was für ein Glück!

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    Habe eben meinen zweiten Roman das letzte Mal komplett gelesen. Bin dem Schicksal unendlich dankbar, dass ich das schreiben durfte. Die letzten dreißig Seiten, in Istanbul spielend, sind so lichtdurchflutet, so klar und liebevoll in jeder Zeile. Ja, bin mit meinem Schriftstellerlos völlig versöhnt, all die Unsicherheiten, Stockungen, Zweifel … Ich bin reich beschenkt worden dafür, hoffentlich wird es den Lesern auch so gehen!

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