Archiv: Sexleben

  • Wunderliches Sexleben 2

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    Gerade läuft “Freier Fall” im Kino, das etwas dreiste deutsche Plagiat von “Brokeback Mountain”. Eine Coming-out-Geschichte, diesmal im Polizisten-Milieu. Für diese Art Filme braucht man eigentlich nur zwei hübsche Männer, die man ein halbes Jahr vor Drehbeginn in ein Fitness-Studio einsperrt. Dann braucht man noch eine Schauspielerin, die möglichst gut tragisch schauen kann. Möglichst aus dem Fenster, hier ist sie mal wieder schwanger. Man braucht dann nur noch mit viel Haut filmen, wie die Männer einander kennenlernen, erst verprügeln und dann leidenschaftlich übereinander herfallen. Ein wenig elegische Musik darunter gelegt, und schon ist der Film fertig. Schwuler Sex hat immer etwas Verschwitztes, der noch gezeigte Heten-Sex hat etwas Fades. Am Ende dieser Filme sind alle unglücklich. Wenn man das alles nicht schon so oft gesehen hätte, könnte man es fast glauben.

  • Wunderliches Sexleben 1

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    Das Begehren von Fetischisten kann sich ja auf fast alles richten. Aus bekannten Gründen interessieren mich zur Zeit gerade Rollstuhl-Fetischisten, von denen es angeblich allein in Deutschland mehrere hundert geben soll. Nun ist mir selbst, und wie es scheint auch den Fetischisten nicht ganz klar, wonach sie sich eigentlich verzehren. ob auf den Behinderten selbst, den Rollstuhl oder die Kombination aus beiden.

    Dabei musste ich rasch lernen, dass ich für den gemeinen Fetischisten nicht die richtige Behinderung habe. Eine Querschnittslähmung wirkt anscheinend irgendwie solider als mein Sammelsurium an sich teilweise widersprechenden Symptomen.

    Manche Fetischisten erschweren sich die Suche allerdings zusätzlich, weil ihnen der Rollstuhl allein nicht genügt. So geriet ich im Chat an einen, der auch einen Schuhtick hat. Aber nicht irgendeinen, sondern ausgerechnet Hüttenschuhe! Ein Bild von mir im Rollstuhl mit besagtem Schuhwerk würde ihn um den Verstand bringen, schrieb er. In Ermangelung der Requisiten versandete die Unterhaltung dann schnell im Offline-Nebel, worin er grußlos verschwand.